Press Information

8. September - 20. Oktober 2012

 

Jorge Pardo zeigt in seiner siebten Ausstellung in der Galerie Gisela Capitain drei große Lampen und fünf große Bilder. Letztere bestehen aus verschieden gestalteten MDF Modulen, welche nahezu die gesamten Galeriewände umlaufen und so die Architektur der Räumlichkeiten abbilden. Alle fünf Wandsysteme können vom Betrachter direkt beim Betreten der Galerie erfasst werden.

In jedem der drei Ausstellungsräume befindet sich je eine Lampe. Mit ihren organischen Motiven bilden sie einen Kontrast zu den geometrischen Mustern der Holzpanele. Ihre Schirme zieren Schnecken, Würmer oder Quallen und assoziieren somit Feuchtigkeit, während die abgeschliffenen Oberflächen der MDF-Platten deren trockenen Charakter offenbaren. Sie wurden mithilfe einer CNC Maschine hergestellt, welche einem Computerprogramm folgend die Muster in die Platten eingefräst hat. Auf diese serielle Produktion folgte dann das Bemalen der Einzelteile per Hand.

Jedes der fünf Panelsysteme beinhaltet ein Kalenderelement mit verschieden-farbigen Plexiglasscheiben, die auf die Monate, die Tage und Wochentage verweisen. Damit das aktuelle Datum angezeigt wird, müssen sie von den Kalenderkreisen entfernt und auf drei dafür vorgesehene Holzstäbe platziert werden. Pardos Gemälde werden somit nicht nur räumlich und dreidimensional, sondern thematisieren auch die Zeit. Sie ändern täglich ihr Erscheinungsbild.

 

Für den Künstler stellt diese Ausstellung in der Galerie Gisela Capitain eine sehr traditionelle Auseinandersetzung mit Malerei und Skulptur dar. Gleichzeitig demonstriert sie erneut Pardos Fähigkeit, Arbeiten zu kreieren, die sich an der Schnittstelle zwischen Funktionalität, Design und Kunst bewegen und diese Definitionen so in Frage stellen, dass der Betrachter herausgefordert ist zu überdenken, was Kunst ist und wie sie gezeigt werden kann.

Lampen und Gemälde stehen eigenständig nebeneinander und schließen sich im gleichen Moment zu einer komplexen Gesamtkomposition zusammen.

„ Die Arbeiten in der Ausstellung bespielen alle Flächen der Galerie: die Panele die Wände und die Lampen die Decke und den Boden. Es ist Skulptur.“ (Jorge Pardo)

 

 

Download PDF